DJI Politik und DJI Mavic Zubehör

Es ist wirklich traurig wie bei DJI hantiert wird. Ich habe letztes Jahr im Oktober den Mavic Pro bei Globe Flight vorbestellt. Das ist inzwischen fast vier Monate her und Globe Flight ist ein offizieller DJI Vertriebspartner in Deutschland. Also denkt man sich doch, diese Händler werden etwas bevorzugt behandelt. Leider ist das aber nicht so!  Oder besser gesagt, nicht mehr so! DJI möchte anscheinend seinen eigenen Weg gehen und ein entsprechendes Vertriebsnetz aufbauen. Das Netzt besteht im Prinzip schon, nur dass es derzeit noch keine Läden gibt. In Shanghai wurde Ende 2016 der erste Store eröffnet und das zeigt eindeutig die Tendenz bzw. wohin es gehen soll.

Die derzeitigen Vertriebspartner werden wohl oder übel Ihre Stellung verlieren, wenn DJI in jedem Land entsprechend Stores ansiedelt und der Kunde dort bevorzugt behandelt wird. Aktuell bekommt man das auch schon sehr gut mit, lieber die Kunden bei sich halten, als Vertriebspartner zu bedienen und damit deren Kunden glücklich zu machen. Anfang des Jahres hat DJI nämlich damit geworben, wer bis zum 18.01 bestellt, bekommt ihn noch im Januar zugesandt! Da fragt man, sich wozu man vorbestellt, wenn diese Vorbestellung nichts Wert ist. Ich habe jedenfalls meine Bestellung bei GF storniert und direkt bei DJI neubestellt. Einen Tag später hatte ich die Versandbestätigung für den DJI Mavic Pro. Das ist doch wirklich ein Scherz dachte ich mir, aber freue mich natürlich ihn endlich zu bekommen. Leider weiß DJI auch genau, dass die Kunden nicht wegrennen werden, weil sie einfach ungeschlagen sind, was die Technik im Quadrocoptersegment angeht.

Als erstes Zubehör für den Mavic habe ich mir im Forum aus Flexfilament, weil ich das nicht hatte, einen Schutz für die Sticks drucken lassen. Der wird einfach oben drauf gesteckt und schütz die Sticks vor seitlichen Bewegungen. Man kann die Sticks anscheinend auch abziehen, dieser Mechanismus wird aber mit der Zeit sicherlich ausgenuddelt und dann lieber so.

Die zweite Anschaffung war der RcGeek 4in1 Mavic Charger. Der kann vier Batterien gleichzeitig laden und ist mit rund 27€ im Vergleich zu anderen um einiges günstiger. Ich bin gespannt!

Dann habe ich mir auch gleich noch eine Mavic Tasche bestellt, einen Ersatzakku von ebay und zusätzlich noch den Lenshood (Sonnenschutz) gedruckt. Damit habe ich im Prinzip die Flymore Combo von DJI, habe aber insgesamt nicht soviel bezahlt und sogar einen 4in1 Charger dabei, statt dem Charger Dock von DJI bei dem jeweils nur ein Akku geladen werden.

Wenn ich Glück habe, kommt der Copter noch am Wochenende bei mir an. Denke aber mal, ich habe wie immer Pech und er kommt erst Anfang nächster Woche. Vorbereit bin ich auf jeden Fall. 🙂

Mini X Quad Rage 180 – Aufbau erster Teil

Nachdem ich nun etwas Pech mit meinem Micro X Rage 130 hatte, habe ich mit dem Aufbau vom Mini X Quad Rage 180 begonnen. Beim 130er waren die ESC wohl eine falsche Wahl, jedenfalls bekomme ich sie nicht mit oneshot125 zum laufen. Über PWM laufen sie, aber auch mehr schlecht als recht. Ich habe nun nochmal die Racestar 6a ESC bestellt und muss dann entsprechend umbauen.

Da mir der Rush 180 schon so gut gefallen hat, ich aber die X-Form vom Rage besser finde, wollte ich auch den nochmal in der 180er Größe aufbauen. Der Vorteil liegt hier ganz klar im Schubverhältnis. Die 180er sind für mich immer die ersten vollwertigen Quads, d.h. die können auch locker eine Gopro oder andere Actioncams tragen. Unter der 180er Größe wird das aktuell schwer! Zudem sind die Frames in dieser Größe, wie die Micro eigentlich unverwüstlich. Der Aufbau ist für 4s konzipiert, wird also nochmal eine andere Hausnummer zum Rush 180 der mit 3s geflogen wird. Außerdem werden 3-Blatt Props verbaut, die auch ihren Beitrag leisten werden. 🙂

Teileliste im Detail

Der Frame beinhaltet alle notwendigen Teile für den Aufbau und es gibt sogar zwei unterschiedliche Varianten. Eine Lowrider- und eine normale Version mit durchgängiger Topplate. Die Verarbeitungsqualität ist super. Begonnen habe ich wie immer mit dem Verlöten der ESC am Stromverteiler (PDB). Das PDB macht einen echt guten Eindruck und bietet neben den Anschlüssen für die ESC, einen Stromwandler für 12v und 5v. Die Cam sowie das Naze32 bekommen somit direkt vom PDB ihren Strom, was ein sauberen Aufbau ermöglicht.

Die Motoren muss ich noch zwecks Drehrichtung testen, bevor diese verlötet werden können. Ich bin auch dabei ein Timelapse-Video vom kompletten Aufbau zu erstellen. Das reiche ich nach, sobald ich fertig bin.

Die Emax 2205 2600kv machen ebenfalls einen sehr guten Eindruck und sind sauber gewickelt. Laut Reviews und Bewertungen sind die Motoren durchaus beliebt und ich bin gespannt wie sie laufen. Optisch sehen sie auf jeden Fall hochwertig aus und machen einen qualitativ erstklassigen Eindruck.

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Upgrade Eachine E010 – Giant Power 3.7V 200mAh 25C

Meine neuen Akkus, die kompakten 1s Giant Power 200mah 25c, sind angekommen. Die Motoren wurden wie bereits beschrieben gegen 0615 Chaoli Motoren vor ein paar Tage ausgetauscht. Das war schon einmal ein guter Unterschied, der Copter hängt wesentlich agiler in der Luft. Neue Akkus waren aber noch nötig, auf Grund der Flugzeit. Die Gaint Power scheinen ganz gut zu sein.

Mir gefallen Sie vor allen Dinge wegen der kompakten Bauform. Sie sind nur etwas größer als die original Akkus und passen noch mit einem kleinen Trick in das original Akkufach vom Eachine E010. Ich habe einfach mit der Nagelschere die Halter unten durchgeschnitten und so passt der dickere Akku perfekt und wird trotzdem ordentlich  und fest gehalten.

Die ersten 5 Akkuladungen habe ich jetzt durch und die Akkus machen bisher nicht schlapp. Mal schauen wie es dann nach den ersten 20 Ladungen aussieht. Preis/Leistung geht auf jeden Fall in Ordnung. Die Flugzeit liegt jetzt bei 2:30min (3,81v) und einem Abfluggewicht von 27,4g. Der 1s Giant Power 200mah 25c allein wiegt 5,9g.

Nachtrag, ich bin jetzt noch ein paar Akkus geflogen und kann eigentlich auch 3:00min oder knapp darüber fliegen. Dann hat der Akku genau 3,70v.

Upgraded Eachine E010 FPV mit Banggood 0615 Chaoli Motoren

FrSky Taranis Q X7 im Vergleich zur Taranis 9XD

Die FrSky Taranis Q X7 ist nun endlich auf dem Markt und ergänzt wunderbar die Produktpalette der Taranis-Familie. Einzuordnen ist sie unter der Taranis 9XD, allerdings nicht wirklich darunter. Ich würde Sie fast auf eine Stufe mit der Taranis 9XD stellen. Sie bietet z.B. gegenüber der 9XD eine wesentlich bessere Menüführung. Das Menü an sich ist identisch aufgebaut, aber es kann nun mit einem Drehrad und nur 3 Button (Menü, Enter, Exit) durchblättert werden. Dadurch sind Eingabe und Änderungen für das jeweilige Modell wesentlich schneller möglich.

Weiterer Vorteil ist Kompatibiltät in Bezug auf den Modellspeicher zur Taranis 9XD. Es können also einfach die Modelle von der 9XD auf die Q X7 kopiert werden, ohne weitere Einstellungen vornehmen zu müssen. Damit fällt der Wechsel schon einmal ein großen Schritt leichter. Ich habe inzwischen weit über 10 Modelle auf der Taranis und würde mich ärgern, alle neu erstellen zu müssen. Über den Modulschacht auf der Rückseite können die bekannten externen Module z.B. für DSMX, Flysky usw. verwendet werden. Dadurch kann man wie gewohnt eigentlich alle Modelle mit der Taranis Q X7 steuern.

Als Nachteil würde ich das etwas kleinere Display mit geringer Auflösung sehen. In den Youtube-Videos scheint das aber keinen Nachteil zu sein. Das Display ist wie bereits geschrieben kleiner und braucht daher weniger Pixel in der Auflösung (128×64 Pixel). Dafür soll das Display bei Tageslicht besser abzulesen sein.

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Neue Luftfahrtgesetze bzw. Neuregelung für Modellflieger

Bereits letztes Jahr hatte ich zur Petition aufgerufen und damit versucht meinen Beitrag zur eventuellen Abänderung der Gesetzesvorlage zu leisten. Leider hat die Petition ihren Zweck dahingehend nicht wirklich erfüllt, obwohl die geforderten 120.000 Unterschriften zusammengetragen wurden. Mit der Neureglung für den gesamten Flugmodellsport ergeben sich zahlreiche Änderungen für den privaten und kommerziellen Luftverkehr im nicht angemeldetem Luftraum. Die kommerzielle Schiene wird dabei, gegenüber den privaten Modellfliegern, ordentlich gestärkt. Die Privaten hingegen haben zukünftig mit stärkeren Auflagen als bisher zu rechnen und werden teilweise enorm in ihrem Hobby eingeschränkt. Die wesentlichen Fakten habe ich versucht in der folgenden Übersicht darzustellen. Die genauen Regeln folgen im Anschluss. Das neue Gesetz soll im  Laufe des Jahres in Kraft treten.

Wesentliche Regelungen des Entwurfs:

  1. Kennzeichnungspflicht: Alle Flugmodelle und unbemannten Luftfahrtsysteme ab einer Startmasse von mehr als 0,25 kg müssen künftig gekennzeichnet sein, um im Schadensfall schnell den Halter feststellen zu können. Die Kennzeichnung erfolgt mittels Plakette mit Namen und Adresse des Eigentümers.
  2. Kenntnisnachweis: Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen ab 2 kg–Kilogramm ist künftig ein Kenntnisnachweis erforderlich. Der Nachweis erfolgt durch a) gültige Pilotenlizenz, b) Bescheinigung nach Prüfung durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle (auch online möglich), Mindestalter: 16 Jahre c) Bescheinigung nach Einweisung durch einen Luftsportverein (gilt nur für Flugmodelle), Mindestalter 14 Jahre. Die Bescheinigungen gelten für 5 Jahre. Für den Betrieb auf Modellfluggeländen von Luftsportvereinen mit Aufstiegserlaubnis (AE) und Flugleiter ist kein Kenntnisnachweis erforderlich und die 100m Grenze muss nicht eingehalten werden.
  3. Erlaubnisfreiheit: Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen unterhalb einer Gesamtmasse von 5 kg ist grundsätzlich keine Erlaubnis erforderlich. Der Betrieb durch Behörden oder Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, z.B. Feuerwehren, THW, DRK etc., ist generell erlaubnisfrei.
  4. Erlaubnispflicht: Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen über 5 kg und für den Betrieb bei Nacht ist eine Erlaubnis erforderlich. Diese wird von den Landesluftfahrtbehörden erteilt.
  5. Chancen für die Zukunftstechnologie: Gewerbliche Nutzer brauchten für den Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen bisher eine Erlaubnis – unabhängig vom Gewicht. Künftig ist für den Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen unterhalb von 5 kg grundsätzlich keine Erlaubnis mehr erforderlich. Zudem wird das bestehende generelle Betriebsverbot außerhalb der Sichtweite aufgehoben. Landesluftfahrtbehörden können dies künftig für Geräte ab 5 kg erlauben.
  6. Betriebsverbot: Ein Betriebsverbot gilt künftig für Flugmodelle und unbemannte Luftfahrtsysteme
    • außerhalb der Sichtweite für Geräte unter 5 kg;
    • in und über sensiblen Bereichen, z.B. Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, Menschenansammlungen, Anlagen und Einrichtungen wie JVAs oder Industrieanlagen, oberste und obere Bundes- oder Landesbehörden, Naturschutzgebieten;
    • über bestimmten Verkehrswegen;
    • in Kontrollzonen von Flugplätzen (auch An- und Abflugbereiche von Flughäfen),
    • in Flughöhen über 100 Metern über Grund. Dieses Verbot gilt nicht auf Modellfluggeländen.
    • über Wohngrundstücken, wenn die Startmasse des Geräts mehr als 0,25 kg beträgt oder das Gerät oder seine Ausrüstung in der Lage sind, optische, akustische oder Funksignale zu empfangen, zu übertragen oder aufzuzeichnen. Ausnahme: Der durch den Betrieb über dem jeweiligen Wohngrundstück in seinen Rechten Betroffene stimmt dem Überflug ausdrücklich zu,
    • über 25 kg (gilt nur für „Unbemannte Luftfahrtsysteme“).

    Die zuständige Behörde kann Ausnahmen von den Verboten zulassen, wenn der Betrieb keine Gefahr für die Sicherheit des Luftverkehrs oder die öffentliche Sicherheit oder Ordnung, insbesondere eine Verletzung der Vorschriften über den Datenschutz und über den Naturschutz darstellt und der Schutz vor Fluglärm angemessen berücksichtigt ist. Insbesondere bei einem geplanten Betrieb außerhalb der Sichtweite lässt sich die Genehmigungsbehörde eine objektive Sicherheitsbewertung vorlegen.

  7. Ausweichpflicht: Unbemannte Luftfahrtsysteme und Flugmodelle sind verpflichtet, bemannten Luftfahrzeugen und unbemannten Freiballonen auszuweichen.
  8. Einsatz von Videobrillen: Flüge mithilfe einer Videobrille sind erlaubt, wenn sie bis zu einer Höhe von 30 Metern stattfinden und das Gerät nicht schwerer als 0,25 kg ist oder eine andere Person es ständig in Sichtweite beobachtet und in der Lage ist, den Steuerer auf Gefahren aufmerksam zu machen. Dies gilt als Betrieb innerhalb der Sichtweite des Steuerers.

weiterführende Links

Luftaufnahmen Brandenburg, Quadrocopter Tutorials, Tipps & Tricks