DIY Bilderrahmen für Backlit Folie

Mein Avian Q500 ist jetzt seit knapp einem halben Jahr verkauft und im letzten Jahr sind damit nochmal sehr schöne Fotos entstanden. Daher wollte ich mir als Erinnerung wenigstens eins drucken lassen, aber nicht einfach nur auf Leinwand, sondern als Backlit Folie. Nach dem was man im Netz so findet und sieht, gefällt mir der Effekt der Hintergrundbeleuchtung sehr gut, weil die Fotos nochmal lebendiger und die Farben wirklich wirken, als wäre ein Sommertag. Weiterer Vorteil vom selbst gebauten Bilderrahmen ist, man kann jederzeit seine Fotos austauschen. Das nicht genutzte Foto wird zusammengerollt und im Schrank verstaut, geht mit Leinwänden beispielsweise schlecht. Wer also eine kreative Lösung der Präsentation besonderer Flugfotos sucht, ist hier richtig.

Die Rahmen für die Hintergrundbeleuchtung sind allgemein schweineteuer und daher stand sofort fest, ihn selber zu bauen. Benötigt werden folgende Sachen. Die Maße sind natürlich abhängig vom Bild, in meinem Fall 60x20cm für ein Panoramafoto.

Was brauchen wir:
  • Holzleisten 4×2,4cm und davon (2x 24cm + 2x 60cm)
  • Milchglas Plexiglasscheibe (60x20cm)
  • 3mm Sperrholzpappe als Rückwand (60x20cm)
  • 2x Schaschlikspieße
  • LED Band Warmweiß (bei BG gibt es 5m für 2,57€)
  • 1x Netzteil 12v
  • Holzleim

Die Materialkosten liegen somit gerade einmal bei 10-20€, jedenfalls weit entfernt von den Preisen für einen Fertigrahmen.

Begonnen habe ich mit der Sperrholzplatte für die Rückwand, daran wurden über Eck (90 Grad Winkel) eine kurze und lange Holzleiste verleimt. Anschließend wurde die Milchglasplatte in die Mitte gelegt und die anderen beiden Stücken Holz verleimt. Für das Aushärten und in Form halten wurde Kreppband verwendet. Das kann man hinterher easy wieder entfernen und sorgt für den nötigen Halt.

Damit die Milchglasplexiplatte nicht in den Rahmen rutscht oder gedrückt werden kann, wurden jeweils in den Ecken und in der Mitte eingekürzte Schaschlikspieße (ca. 3,3cm) verwendet. Die sind schön klein und lassen bei Beleuchtung keine dunklen Flecken im Bild entstehen. Wenn das Milchglas später eingesetzt wird, sollte es in etwa 1-2mm tief einsinken.

Danach wurde der Rahmen geschliffen und mit Holzlasur gestrichen. Die Beleuchtung habe ich auf Grund der geringen Breite von 20cm mit zwei 55cm Ledstreifen gelöst. Nach links und rechts müssen die Leds somit je 5cm ausstrahlen, dass sollte ohne Probleme funktionieren. Ich mache mir noch etwas Sorgen über die Lichtstärke, da muss ich mit dem Labornetzteil ein wenig herumprobieren, um ein Netzteil mit passender Amperzahl zu finden. (Die Leds ziehen nach Prüfung gerade einmal 0,4a und daher kann ich so gut wie jedes 12v Netzteil verwenden.)

Zum Schluss folgte noch die Einbindung in meine Haussteuerung, so geht das Bild immer bei Dunkelheit bzw. wenn ein gewisser Lichtwert im Wohnzimmer unterschritten wird an. 🙂 Aufgehangen wurde es anschließend über der Wohnzimmertür, dort ist es ein guter Blickfang.

Das Schaltmodul für Homematic gibt es hier zu kaufen.  Da die Platine ohne jeden Schutz geliefert wurde, habe mir noch eine passende Box gedruckt. Eine weitere Möglichkeit, ohne Haussteuerung, wäre der Anschluss per Zeitschaltuhr oder über Funksteckdosen.

 

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